Das etwas andere Jahr

Im März hatten wir noch ein tolles gemeinsames Training mit anderen Schulleitern aus dem Norden und dann kam die lange Zwangspause. Seit Mai sind wir wieder am Trainieren -unter Berücksichtigung der jeweiligen Vorschriften- zunächst draußen; seit Juni auch wieder in unserem Dojang. Das Training läuft und  wir, die wir aktiv sind, merken, dass es uns gut tut. Die Bewegung, die Ablenkung – beides wichtig für den Körper und den Geist, die sich auf diese Weise stärken. 

Auch das Qi Gong Training läuft wieder und die Gruppe wächst. Im Gegensatz zu den schnellen Bewegungen des Taekwon-Dos liegt hier der Focus auf die eigene Mitte, das Loslassen der Ansprüche – einfach nur machen. 

Und nun sind die Sommerferien auch vorbei. Einige Kinder werden den Weg in den Dojang finden, andere werden aufhören -obwohl sie viel Zeit und Mühe bis hier investiert haben. Kampfsport -egal welchen wir ausüben- hat auch immer etwas mit unserem Weg zu tun, an Grenzen zu gehen, diszipliniert dabei bleiben, auch wenn man mal keine Lust hat -das Spielen mit dem Freund, der Freundin, das Sofa, die Partnerin, der Partner mehr Freude verspricht. Was bekommt man dafür? Zufriedenheit -das man doch gegangen ist. Stolz -die Übungen,  die Wiederholungen geschafft zu haben. Mehr Leistungsfähigkeit -starker Körper, starker Geist und damit Ausgeglichenheit im täglichen Leben. 

Dies gibt es aber nicht sofort und auch nicht ohne Fleiß, aber nach 37 Jahren kann ich nur sagen, es lohnt sich.

Ich sehe euch im Training.

Eure Sabum-Nim Gabriele